
See, Wein und Feld
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Ausgangspunkt der zweiten Frühlingsklassiker-Etappe ist die teils namensgebende Seestadt in Wien-Aspern. Zunächst hanteln wir uns an Wiens nördlicher Peripherie entlang nach Süßenbrunn und Gerasdorf, queren die Brünner Straße und lassen auf dem Eurovelo 9 Verkehr und Trubel der Stadt hinter uns. Langsam nähert sich Enzersfeld und damit das ebenfalls teils namensgebende Weinviertel. Durch die Mühlengasse rollend, können wir uns langsam geistig auf das erste Wertungssegment einstellen. Am Ortsende, an der Kreuzung der Manhartsbrunner Landesstraße zum „Satzkeller“, geht es sanft ansteigend los, zur Hälfte im Wald liegend gibt es ein kurzes ebenes, sogar leicht abfallendes Straßenstück zum Durchschnaufen, bevor es am segmentnamensgebenden „Hotel Stich“ vorbei steil ansteigend zum Segmentende an der Kreuzung mit der Feldgasse in Manhartsbrunn geht. Man merkt, 108 hm, verteilt auf 2,4 km, können auch ganz schön in die Beine gehen.
Wir verlassen Manhartsbrunn Richtung Schleinbach, an der Kreuzung mit der Ulrichskirchener Landesstraße ist die Tankstelle mit einem vergleichsweise reichhaltigen Verpflegungsangebot wärmstens zu empfehlen. Weiter geht es nach Ulrichskirchen und Richtung Wolkersdorf, welches wir aber bewusst rechts liegen lassen, denn ansteigend an der Westseite der Nordautobahn A5 lauert auf dem links abzweigenden Güterweg schon das zweite Wertungssegment, der „A5 Stich“, auf uns. Kurz und knackig bringt er uns über 1,1 km wellige 54 Meter weiter nach oben; das Segmentende liegt kurz vor der querenden Landesstraße.
Nun folgen wir der verkehrsberuhigten B7 nach Norden, am großen Kreisverkehr scheiden sich sprichwörtlich die Geister. Die kürzere Etappe folgt hier der B7 weiter Richtung Bad Pirawarth. Auf der längeren Route schwingen wir uns elegant nach links auf die Landesstraße Richtung Wolfpassing, erklimmen den Mount Everest der Region, den Atzenberg, und erreichen über eine der schönsten Radwegpassagen des Weinviertels ebenfalls Bad Pirawarth. Eckig führt uns der Radweg am Klinikum vorbei weiter nach Klein Harras und Hohenruppersdorf. Wer zur richtigen Zeit dort ankommt, findet einen geöffneten Nah&Frisch gleich an der Route, abgesehen davon sind nun Sulz und Spannberg unsere weiteren Ziele entlang der Route.
Am Ortsende von Spannberg wird es „spannend“. Das gleichnamige dritte Wertungssegment nimmt dort seinen rasanten Anfang. Zunächst für einige Kilometer fast flach verlaufend, folgt dann bei Segmentkilometer 4,6 doch ein markanter Hügel, der uns aus dem Matzner Wald hinaus in die offene Landschaft des Weinviertels befördert. Nach 6,2 km und 74 Höhenmetern ist es auch schon wieder zu Ende.
Vorbei geht es am Karpathenblick, an Prottes und Schönkirchen, wo auch die beiden Routen wieder zusammenfinden und dem Ziel zulaufen. Davor brauchen wir bei der Querung der Baustelle an der Nordbahn erstmal noch ein bisschen Geschick auf der provisorischen Rampe. Straßhof bietet beispielsweise an der Tankstelle an der Hauptstraße nochmals die Möglichkeit zum Nachladen, bevor uns die Waldstraße wieder aus dem Ort herausführt. Gleich am Ende des Parkplatzes am Friedhof beginnt das komplexeste und vierte Wertungssegment: „In der Puszta“ sorgt für ein kerzengerades, topfebenes Hochgeschwindigkeitserlebnis der besonderen Art, bevor es 3,5 km später ohne einen einzigen Meter an Höhengewinn am Ortseingang von Markgrafneusiedl sein Ende findet.
Die letzten Stationen zurück zur Seestadt liegen im teils namensgebenden Marchfeld und hören auf die Namen Großhofen und Groß-Enzersdorf, wo wir dann auch die Stadtgrenze von Wien queren. Ein kurzes Stück folgen wir dem sagenumwobenen Telephonweg, bevor uns ein Schlenker nach links wieder zurück in die Seestadt bringt.

Etappe 2 – LANG:
Strava: https://www.strava.com/routes/3428763624188757192
GPX: FK26-E02
Etappe 2 – KURZ:
Strava: https://www.strava.com/routes/3440701296768222032
GPX: FK26-E02-kurz
Anreise/Parken
→ Mit dem Rad z. B. von der Reichsbrücke bequem in 25 min.
→ Mit der U-Bahn bis Endstation U2 – Seestadt
→ Mit der S-Bahn bis Station Aspern Nord
→ Mit dem Auto: Parkgarage Seepark Seestadt Aspern – € 4,50/Tag
Gefahrstellen/Hinweise
→ Behelfsbrücke Silberwald – ab 15.5. sollte die Unterführung offen sein
Essen/Süßes
→ Schleinbach: Tankstellenshop, Automat
→ Wolfpassing: Gasthaus zur grünen Eiche
→ Bad Pirawarth: Gasthof Novakovic – gleich in der Nähe Wasserstelle, einige Buschenschenken
→ Spannberg: Bäckerei Glück & Automat, Gasthaus Waidenbacherhof (im Ort)
Sehenswürdigkeiten
→ Gerasdorf: östliche Scheunenstraße
→ vor Prottes, nach Matzen: Karpatenblick
Die Etappe

Interaktive Karte
Die Segmente
Segment 1 „Hotel Stich“:

Segment 2 „A5 Stich“:

Segment 3 „Spannend“:

Segment 4 „In der Puszta“:
