Einer schönen Klassikertradition folgend, haben wir auch heuer wieder unsere „Heimrunde“ im Angebot. Viele von uns haben im nördlichen Wienerwald ihre ersten stichigen Erfahrungen am Rennrad gemacht und wir werden dennoch nicht müde, dieses gut bekannte Revier jedes Mal noch ein bisschen anders zu präsentieren : )
Das Beste an Loosdorf ist, dass die 3. Etappe des Frühlingsklassikers dort ihren Anfang und ihr Ende nimmt. Bequem mit der Bahn oder dem Auto erreichbar, starten wir am Bahnhofsvorplatz und nach dreimaligem Abbiegen sind wir schon in der Weite des Alpenvorlandes unterwegs. Als kleiner Gruß aus der Küche darf der Stich hinauf zur Schallaburg schon gewertet werden, weiter geht es nach St. Leonhard am Forst, das sich durch die Absenz eines Forstes auszeichnet, dafür aber durch die Präsenz vieler Möglichkeiten zum kalorisch-technischen Aufladen.
Ausgangspunkt der zweiten Frühlingsklassiker-Etappe ist die teils namensgebende Seestadt in Wien-Aspern. Zunächst hanteln wir uns an Wiens nördlicher Peripherie entlang nach Süßenbrunn und Gerasdorf, queren die Brünner Straße und lassen auf dem Eurovelo 9 Verkehr und Trubel der Stadt hinter uns. Langsam nähert sich Enzersfeld und damit das ebenfalls teils namensgebende Weinviertel. Durch die Mühlengasse rollend, können wir uns langsam geistig auf das erste Wertungssegment einstellen. Am Ortsende, an der Kreuzung der Manhartsbrunner Landesstraße zum „Satzkeller“, geht es sanft ansteigend los, zur Hälfte im Wald liegend gibt es ein kurzes ebenes, sogar leicht abfallendes Straßenstück zum Durchschnaufen, bevor es am segmentnamensgebenden „Hotel Stich“ vorbei steil ansteigend zum Segmentende an der Kreuzung mit der Feldgasse in Manhartsbrunn geht. Man merkt, 108 hm, verteilt auf 2,4 km, können auch ganz schön in die Beine gehen.
Die erste Etappe startet, wie der Name bereits andeutet, in der Gartenstadt Tulln. Am Start, dem Parkplatz neben dem Aubad, findet man gute Abstellmöglichkeiten für diverse Karossen, aber auch die Anreise mit der Bahn ab Wien-Spittelau mit den zahlreichen S-Bahn- und REX-Verbindungen ist bequem möglich. Über den Radweg verlassen wir die Stadt entlang der großen Tulln nach Süden, rollen vorbei an Judenau ins schöne Ranzendorf und nach Abstetten mit einem kleinen Pavee-Abschnitt. Weiter geht es ins über die Grenzen des Kontinents hinaus weithin bekannte Würmla.